E-Voting - Geheime Wahlen per Internet

Die Diskussion um E-Voting gibt es schon länger. Der Bundesrat will nun die Versuchsphase abschliessen und den Kantonen die definitive Einführung von E-Voting ermöglichen.

Wählen scheint doch so einfach zu sein - kann man denn die Stimmen doch nicht einfach nur zählen?

Nun ja, Wahlen oder Abstimmungen sind ein heikles Gut und wenn diese nicht richtig und sauber funktionieren, kann es demokratische Entscheide massgebend beeinflusst oder manipuliert werden. Es geht um viel. Es ist zu bedenke das die Kombination aus den Elemente wie Sicherheits - und Datenschutzanforderung sichergestellt werden müssen. Die Wähler müssen davon überzeugt werden, dass die Ergebnisse stimmen. Die Geheimhaltung des Stimmzettels muss gewährleistet sein. Es dürfen keine Rückschlüsse auf den abgegebenen Stimmen und des Wählers gezogen werden. Dann kommt noch der Faktor Zeit hinzu. Von wann bis wann dürfen die Stimmen abgegeben werden. In dieser Zeit dürfen keine Störungen auftreten, so das die Wählen verhindert werden. Zb: an einem Wahlwochenende mit einem DDOS die Abstimmungsserver massiv stören. Weiter müssen Wahlsysteme erschwinglich und wartbar sein. Es muss einfach verwendbar sein, für die Wähler, Wahlbeamten und Wahlhelfern.

Norwegen hat den Versuch mit E-Voting wieder beendet. Da sind noch folgende Fragen offen. Wie ist der Schutz der Privatsphäre gegen einen Angreifer, wer kontrolliert den Computer, der zum Wählen verwendet wird; Dies beruht jedoch auf Annahmen über die Vertraulichkeit und Integrität des Codeblatts, das er erhält.

In der Schweiz wird das E-Voting schrittweise eingeführt. Es gilt der Grundsatz Sicherheit vor Tempo. Zurzeit sind zwei Systeme im Einsatz: Das System des Kantons Genf, das auch andere Kantone benutzen. Sowie das E-Voting-System von der Post.

Im Jahr 2015 veröffentlichte die US Vote Foundation einen Bericht über die Zukunft des E-Voting unter Verwendung von End zu End Überprüfbarkeit. Die ersten beiden Schlussfolgerungen des Berichts waren wie folgt.

  1. Alle öffentlichen Wahlen, die über das Internet durchgeführt werden, müssen durchgehend nachweisbar sein.
  2. Bei öffentlichen Wahlen sollte kein Internet-Wahlsystem für öffentliche Wahlen verwendet werden, bevor umfassende, überprüfbare persönliche Wahlsysteme in breitem Umfang eingesetzt wurden und aus ihrer Nutzung Erfahrung gewonnen wurde.

Es ist daher auch nicht überraschend, das E-Voring ein Umfangreiches Forschungsgebiet ist, Theorie, angewandte Kryptographie, praktische Systemanalyse, verwendbare Sicherheit und Statistik umfasst.

Im Public Evidence from Secret Ballots vom August 2017 wird das eingehend thematisiert und durchleuchte. Ein Experten-Team um J. Alex Halderman Professor of Computer Science & Engineering, University of Michigan und Vorstandsmitglied von Internet Security Research Group (ISRG) Let’s Encrypt.

Die Wahlintegrität umfasst zwei Schlüsselkonzepte: überzeugende Beweise dafür, dass die Ergebnisse richtig sind und die Privatsphäre, was eine überzeugende Gewissheit darstellt, dass es keine Beweise dafür gibt, wie eine bestimmte Person gewählt hat. Es wurde aktuelle Systemen untersucht, die versuchen dieses Gratwanderungs zu bewältigen. Sie haben verschiedene System unter die Lupe genommen auch jene von der Schweiz. Auch das Blockchange wurde näher angeschaut. Wie Gefährte sind solche Systemen gegenüber von Angreifer etc. Wenn Einzelne Personen oder eine Gruppe mit Papier Wahlen versuchen die Wahl zu beeinflussen, kann ein elektronisches Softwarebasierten System, das x-Mehrfache mehr an Wahlmanipulationen innert kürzesten Zeit durchführen.

Abschliessend kann man sagen; Es gibt heute noch KEIN System der Anforderungen Stand hält.

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