Es gibt keine frischen IPv4-Adressen in Europa mehr. Adressverwalter RIPE (Réseaux IP Européens) hofft, noch ein paar Krümel recyceln zu können, aber nur an Neuankömmlinge.

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Uns sind die IPv4-Adressen ausgegangen

Dies teilt die europäische IP-Adressverwaltung Réseaux IP Européens (RIPE) mit. Montagnachmittag wurde das letzte /22-Häppchen (1024 Adressen) zugeteilt. Nun ist das europäische Reservoir an IPv4-Adressen erschöpft.

Im Jahr 2011 hat die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) die letzten fünf Blöcke von IPv4-Adressen an Vertreter der Vergabestellen in den Kontinenten vergeben. Als letzter nahm der Leiter der europäischen Vergabestelle RIPE entgegen. Damals ging ein Kapitel der Geschichte zu Ende, erklärte die IANA, mann will jetzt die Umstellung auf den Standard [IPv6]https://de.wikipedia.org/wiki/IPv6 zügig umzusetzen.

340 Sextillionen Internet-Adressen

Die Adressen des neuen IPv6-Standards sind nicht kompatibel mit dem herkömmlichen Standard IPv4. Der 1981 eingeführte Internet-Standard IPv4 verwendet 32 Nummern und hat nur Platz für 4,3 Milliarden Adressen. Der Nachfolge-Standard IPv6 verwendet 128 Nummern. So können künftig 340 Sextillionen Internet-Adressen vergeben werden. Der IPv6-Standard hat ausreichend Spielraum, um künftig nicht nur Privatpersonen, Unternehmen, PCs und Handys sondern auch Autos, Elektrogeräte und z.B. Herzschrittmacher mit einer eigenen IP-Adresse zu versorgen.

Quellen:

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