Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten. Nun es bedeutet es ist also unerheblich, ob Regierungen alle Daten, E-Mails, Telefongespräche, Webcam-Bilder und Internetsuchen sammeln wollen, wenn man nichts zu verbergen hat, weil sie nichts finden werden, das für sie von Interesse sein kann. Das hört sich erst einmal logisch an, ist aber falsch.

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Amnasty International Deutschland zweigt mit 7 Gründen darauf weshalb es die falsche Reaktion darauf ist.

(…) Massenüberwachung ist eine massive strukturelle Veränderung. Wenn die Gesellschaft sich zum Schlechten verändert, wird es dich mitziehen, auch wenn du die uninteressanteste Person auf der Welt bist.

Zit. Wird Julian Assange, dem Gründer der Whistleblower-Plattform WikiLeaks zugeschrieben.

Es gibt im Internet unzählige Beitäge über dieses Thema auch gibt es schon länger ein Eintrag in Nichts-zu-verbergen-Argument.

„Einige sagen vielleicht: "Es ist mir egal, ob sie meine Privatsphäre verletzen; ich habe nichts zu verbergen." Wir müssen solchen Menschen helfen, dass sie verstehen, dass sie den grundlegenden Charakter der Menschenrechte falsch verstehen. Niemand muss sich rechtfertigen, warum er ein Recht "braucht": Die Rechtfertigungslast liegt bei dem, der versucht, das Recht zu verletzen. […] Zu argumentieren, dass sich Menschen nicht um das Recht auf Privatsphäre kümmern, weil Sie nichts zu verbergen haben, ist nicht anders als zu sagen, dass Sie sich nicht um die freie Meinungsäußerung kümmern, weil Sie nichts zu sagen haben. Eine freie Presse hat mehr Vorteile als nur diejenigen, die die Zeitung lesen.“

_Zit. Von Edward Snowden_

Alle diese Gadgets die wir heutzutage haben; Fitnessarmbänder, Smart Watches oder andere Wearables an Handgelenk. Smart Speaker wie Alexa, Siri oder Google Assistant, die ganze Zeit im Hintergrund laufen und Aufzeichnungen unserer Privatsphäre, Intimes Privatleben machen.

Dass auch vermeintlich unwichtige Daten online kostbares Gut sind!

Das ist vielleicht einem Egal, wie sieht es aus wenn die Krankenkassen Prämien künftig teurer wird, weil Ihre Gesundheitsdaten Ihnen mangelnde Bewegung bescheinigen oder wenn demnächst keinen Kredit genehmig wird, weil Sie laut Datenauswertung in einem instabilen Umfeld wohnen.

Das gibt es bei uns nicht, ein Beispiel «Negativer Haushaltstreffer» in der Bonitätsinformation

Alle, nur nicht ich? Ist ein Irrtum.

Quellen:

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